F4 History: 2002, The Greens do it again
Zeljko Obradovic  - Panathinaikos - FF Bologna 2002 Obradovic, five titles
2002 FINAL FOUR
Bologna, Italy
Nach einer Saison mit zwei Meistern gab es 2001/02 nur einen Wettbewerb, der von der Euroleague veranstaltet wurde. Obwohl eine formale Übereinkunft zwischen ULEB und FIBA fehlte, offenbarte sich der Einigungswille auch auf dem Spielfeld. Infolge verschiedener vertraglicher Bindungen, die von beiden Organisationen gemacht wurden, musste das Wettkampfsystem 32 Mannschaften enthalten, die während der ersten Phase in vier Gruppen eingeteilt waren. In der zweiten Phase gab es 16 Mannschaften in vier Gruppen zu je sechs(?) Teams ohne die Punkte aus Phase eins zu übernehmen. Die vier Gruppensieger qualifizierten sich für die letzten vier („FinalFour“). Dieses Turnier wurde in Bologna, Italien vom 3. bis 5.Mai ausgetragen. Die vier Halbfinalisten waren Panathinaikos, Maccabi, Kinder und Benetton, drei davon aus den beiden Finalen der zwei Meisterschaften des Vorjahres. Im ersten Halbfinale wurde Kinder seiner Favoritenrolle gerecht, indem es Benetton mit 90-82 schlug. Dabei punkteten viele Spieler, unter anderem Marko Jaric (18), David Andersen (15), Emanuel Ginobili und Sani Becirovic (je 14) und Rashard Griffith (13). Unterdessen besiegte Panathinaikos entgegen aller Erwartungen seinen Rivalen Maccabi 83-77 mit 26 Punkten von Dejan Bodiroga. Im großen Finale triumphierte Panathinaikos dann 89-83 über Kinder. Ibrahim Kutluay warf 22 Punkte während Bodiroga 21 beisteuerte und zum wertvollsten Spieler der Partie („MVP“) gewählt wurde. Eine gute Leistung zeigten auch Lazaros Papadopoulos, die alten Johnny Rogers und Darryl Middleton, Kapitän Fragiskos Alvertis (der sein sechstes FinalFour spielte) und Damir Mulaomerovic, der bei seinem vierten Versuch endlich gewann. Auf der Bank war der Meister, Zeljko Obradovic, der einen Rekord aufstellte, indem er mit vier Mannschaften fünf Titel holte: Partizan, Joventut, Real Madrid und Panathinaikos (2). Für Kinder waren 27 Punkte von Ginobili und 23 von Matjaz Smodis nicht genug um den von den heimischen Fans so ersehnten Titel zu gewinnen.


Ibrahim Kutluay - Panathinaikos - FF Bologna 2002
Kutluay drives strong
Interview: Ibrahim Kutluay of Panathinaikos

Nach einem langen Aufstieg aus der Unbedeutsamkeit in die europäische Spitzenklasse hat der türkische Basketball 2002 endlich einen Spieler, den er Meister des Kontinents nennen darf: Ibrahim Kutluay. Weil er mit Efes Pilsen schon 2000 bei den FinalFour war, wusste Kutluay, dass große Leistungen zum Gewinnen nötig waren, und er tat das Seine im Endspiel 2002 dazu. Nachdem das Heimteam, Kinder Bologna, auf 14 Punkte Vorsprung davongezogen war, fing Kutluay an seine Würfe zu setzen. Seine Würfe trafen, sodass er mit 22 Punkten Teambester war, die letzten drei erzielt durch einen wichtigen Dreier gegen Ende, der Panathinaikos auf die Siegerstraße brachte. Nie zuvor hatte ein Türke die Euroleague Trophäe in Händen und vielmehr, Kutluay hatte größten Anteil daran.

Sie waren für sehr viele punkte ihres Teams hier in Bologna verantwortlich. Wie haben sie das geschafft?

„Wir hatten letzte Saison ein großartige Mannschaft und bevor den FinalFour. Wir haben alle an die Meisterschaft geglaubt. Wir waren in ausgezeichneter Form während der FinalFour und ich glaube wir haben den Titel verdient. Ich übernahm die Verantwortung in meiner Mannschaft, weil es einer machen musste. Ich habe einen sehr schwierigen Dreier geworfen und damit das Spiel gedreht. Ich wiederhole, dass wir in sehr guter Form als Mannschaft waren, nicht einzeln. Dejan Bodiroga hat für uns auch sehr gute Arbeit geleistet. Die Starspieler sind für solche kritischen Momente da. Und ich glaube wir beide, Bodiroga und ich, haben getan was wir mussten. Und der erste türkische Spieler zu sein, der die Euroleague gewinnt ist auch einer großer Moment für mich.“

Ist das die größte Erinnerung in ihrer Basketballkarriere?

„Ich hatte eine menge unvergessliche Momente in meiner Basketballkarriere. Aber natürlich ist der Gewinn des Euroleague Pokals letzte Saison die beste Sache meines Basketballerlebens. Ich hatte persönlichen Erfolg in der Vergangenheit, wie Bester Werfer Europas, türkische und MVP Auszeichnungen, aber als Mannschaftsleistung ist das 2002er Euroleague Finale die größte Erinnerung meines Lebens. Ich hatte die Ehre Teil des letztjährigen Erfolges von Panathinaikos zu sein.“

Wer glauben Sie wird die FinalFour in Barcelona gewinnen?

„Ich glaube es sind drei große Mannschaften im Finale der Euroleague. Das sind Barcelona, ZSKA Moskau und Benetton. Montepaschi Siena ist eine gute Mannschaft hat aber nicht die Erfahrung der anderen. Barcelona wird mit Heimvorteil spielen und ich bin sicher sie werden ihn so gut wie möglich nutzen. Sie haben auch eine sehr gute Mannschaft, einen perfekten Trainer mit Pesic und einen sehr erfahrenen Spieler mit Bodiroga. ZSKA Moskau ist auch das beste Team der Euroleague diese Saison. Benetton ist auch sehr gefährlich mit seiner erfahrenen Mannschaft. Sie spielen immer mit System. Und ich glaube Barcelona und Benetton werden ins Finale kommen.“

Es war ungewöhnlich ein FinalFour mit einer Heimmannschaft zu haben. Glauben Sie es machte in Bologna etwas aus?

„Ich weiß wie es ist große Partien zu hause zu spielen. Es legt ein wenig Druck auf das Heimteam vor den eigenen Zuschauern zu spielen. Manchmal macht einen das mehr nervös als sonst irgendwann. Auf der anderen Seite ist es ein großer Vorteil so riesige Unterstützung für dich zu bekommen.“

Sie haben unter dem Trainer gespielt, der mehr Euroleague Titel gewonnen hat als jeder andere. Konnten sie in dem Finale gegen Kinder sehen warum?

„Ja. Zeljko Obradovic ist mein Idol. Er wurde geboren um Trainer zu werden. Er ist Experte im Basketball. Es war völlig anders als meine anderen Erinnerung mit Trainern. Ich respektiere alle mein Ex-Trainer, aber Trainer Obradovic ist einer, der den Lauf eines Spiels ändern kann wie ein großer Spieler. Und gegen Kinder im FinalFour der Euroleague 2002 habe wir diesen Vorteil auch gespürt.“
Dienstag, 6. März 2007
Euroleague.net
Contact us copyright EUROLEAGUE BASKETBALL 2008